Blutabnahmetraining für zahnmedizinisches Fachpersonal

Der Anteil an Blutabnahmen in der Zahnheilkunde wächst stetig.

Aus diesem Grund biete ich einen speziellen Fachkurs für das Blutabnahmetraining für zahnmedizinisches Fachpersonal an, der direkt in Ihrer Praxis durchgeführt wird. Die Teilnehmenden erhalten fundiertes Fach- und Hintergrundwissen, um die Blutabnahme Schritt für Schritt zu erlernen. Dabei kann die Schulung jederzeit auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst werden.

Bestehen schon Grundkenntnisse, kann der Kurs dem Wissenstand individuell angepasst und erweitert werden. Dies ist in einem regulären Grundlagenseminar nicht möglich.

Wann benötigt man Blut in der Zahnheilkunde?

Ob ein Zahn gezogen, eine offene Wunde im Kiefer behandelt oder ein Implantat gesetzt werden muss, der Anteil an chirurgischen Eingriffen in der Zahnheilkunde ist hoch. Nach jeder Maßnahme soll sodann ein möglichst schneller Wundheilungsverlauf erfolgen. Als besonders effektiv hat sich hierbei die Eigenbluttherapie erwiesen.

Wer entnimmt das Eigenblut?

Das Blut sollte zeitnah zentrifugiert werden, damit dieses nicht schon vorab unbrauchbar wird. Die Patienten deshalb erst zum Hausarzt oder in ein Krankenhaus zu schicken, würde das Verfahren fast unmöglich machen. Aus diesem Grund wird die Eigenblutentnahme zumeist vor Ort beim Zahnarzt durchgeführt. Immer öfters führt der Zahnarzt oder dessen Assistenzpersonal die Blutabnahme durch.

Darf ein Zahnarzt Blut vom Patienten abnehmen?

Ja, eine Blutabnahme durch einen approbierten Zahnarzt ist immer dann zulässig, wenn diese zur eigentlichen zahnheilkundlichen Behandlung notwendig ist.

Voraussetzung ist jedoch, dass der Zahnarzt über ausreichende fachliche Fähigkeiten und Kenntnisse verfügt, um auch bei mögliche Komplikationen optimal reagieren zu können.

Darf ein Zahnarzt die Blutabnahme delegieren?

Die Blutabnahme durch das Assistenzpersonal gehört nicht direkt zu den delegierfähigen Tätigkeiten gemäß dem Zahnheilkundegesetz §1 Abs. 5. Jedoch ist delegierfähig, was vom Schwierigkeitsgrad her mit den aufgeführten Maßnahmen in § 1 Absatz 5 vergleichbar ist. Darunter fällt damit auch die Blutentnahme aus einer Vene.

Der Zahnarzt hat hier die eigentliche Gesamtverantwortung und muss vorab entscheiden, an wen er die Maßnahme letztendlich delegiert. Dies hängt maßgeblich von den Fähigkeiten und den Kenntnissen der Person ab, die die Maßnahme in seinem Namen durchführen soll.